ich habe geschossen, denn ich hatte ein Motiv!

Nintendo NES Classic Mini

NES Classic Mini

Ja, ich bin froh das NES Classic Mini in meinem Regal stehen zu haben und ich mach die kleine Konsole auch verdammt oft an und dann vergehen schnell ein bis zwei Stunden. Nintendo hat also alles richtig gemacht? Das denke ich nicht!

Nintendo NES Classic Mini oder: Warum Nintendo es IMO verk**kt hat!

Klingt hart, ist aber auch genau so gemeint und dabei geht es mir nicht einmal um das fehlende USB-Netzteil. Ok, der Reihe nach: Bestellt Ende Juni, erhalten Anfang November und grundsätzlich glücklich darüber, aber…

Alle Spiele ausschl. in engl. Sprache!
Ich bin mir sicher, dass die heutige Jugend der englischen Sprache besser mächtig ist denn der Deutschen, aber wer war von Seiten Nintendo denn die Zielgruppe für diese Konsole? Ich glaube kaum, dass die heutige Jugend im Zeitalter von PSP 4 Pro und XBOX One zu dieser „Klötzchen-Kiste“ greifen.

Die Jugendlichen von damals sind heut meist jenseits der 35 Jahre und viele – vermutlich wie ich – sind der englischen Sprache zwar so weit „mächtig“, wenn es darum geht den Inhalt zu verstehen, wenn ich aber „entspannt“ zocken möchte, will ich mich nicht auf Übersetzungen konzentrieren müssen.

Warum ich darauf komme? Nun, ich wäre in der Tat bereit gewesen, mich auch mal durch die ersten Zelda-Spiele zu kämpfen, aber wie alle Spiele, sind auch diese in englischer Sprache only. Bei vielen Spielen, wo es gerade einmal zwei Zeilen Text gibt mag mir das noch egal sein, aber bei Spielen wie Final Fantasy oder Zelda empfinde ich das als extrem doof!

Wenn man schon in der Lage war, ein dt. Menü zu erstellen, warum sind die Spiele dann nicht ebenfalls abhängig der Menüsprache in den jeweiligen Sprachen – wenn verfügbar – ebenfalls auf der Konsole vorhanden? Am „limitierten“ Platz scheint es ja nicht gelegen zu haben.

Wollte man es sich hier mit einem universalen Produkt zu einfach machen? Bin ich der Einzige, den das wirklich stört und alle anderen zocken das alles in englischer Sprache?

Kontroller-Kabel nur 70 cm!
Ok, das „weiss“ bereits jeder. Das Kabel des mitgelieferten Kontrollers ist „nicht besonders lang“. Gute 70 cm um genau zu sein. Qualitativ gibt es da gar nichts auszusetzen, nur das Kabel ist eben zu kurz!

Ein ganz schlauer wird jetzt sagen, natürlich, denn die Konsole ist so „designed“, dass man auf Grund des „Reset-Knopfes“ eh alle naselang zur Konsole greifen muss. Bevor man sich jetzt aber Kontrollerverlängerungen kauft, sollte man sich lieber ein langes HDMI-Kabel kaufen?

Ja, kann man so argumentieren, aber wie sieht denn das aus und wie soll man die Konsole denn dann bitte gescheit in der Konsolenwand verbauen?

Ne, dann hätte die „Reset-Funktion“ an den Kontroller gehört! Klar, nur meine Meinung, aber ist ja auch mein Blog ;) Nun denn, stehen wir halt weiter auf und gehen die gut zwei Meter, wenn man denn an den Restknopf muss … ich finde es dennoch doof.

Zu geringe Stückzahlen!
Nintendo war wohl selber von dem Ansturm überrascht. Mich persönlich wundert es nicht, dass die Kiste bereits 2 Tage, nachdem man die Konsole im Juni vorbestellen konnte, überall quasi ausverkauft war und damit bis heute (06.02.2017) noch immer ist.

Damit hat man viele, die die kleine Kiste unter den Weihnachtsbaum legen wollten, vor den Kopf gestoßen. Ich hoffe Nintendo wird daraus lernen und mit einer Neuauflage des SNES mini, N64 mini oder ähnlich besser machen, so diese denn kommen werden.

Meine Meinung: Mit dem Erfolg des NES wäre Nintendo ziemlich doof, nicht jedes Jahr auch eine weitere Konsole im Mini-Format auf den Markt zu bringen. Das Geld liegt auf der Straße, Nintendo braucht sich quasi nur zu „bücken“. Aber Nintendo hat ja eigentlich auch noch nie das gemacht, was man „erwartet“ hätte. Nun denn, ich gebe die Hoffnung erst einmal nicht auf.

Unfähig nachzuliefern?
Was neben den zu geringen Stückzahlen jedoch am „schlimmsten“ ist, ist der daraus resultierende „Markt“. Eigentlich wollte ich schreiben „Menschen wie Du und ich“ … aber nein, ich will Menschen, die Dinge anderen „wegkaufen“, nur um sie diesen dann für den drei bis fünffachen Preis weiterzuverkaufen nicht mit wir vergleichen. Ich würde das nicht machen, weil ich ein solches Verhalten schei*e finde!

Also Anfang November wurde die kleine Konsole in der 1. Charge ausgeliefert und seit diesem Zeitpunkt ist Nintendo nicht in der Lage, eine 2. Charge auf den Markt zu bringen und damit den ganzen „Händlern“, die die Kiste für 150 bis 200 Euro anbieten, endlich den Markt abzugraben. Und es geht ja nicht nur um die Konsole, sondern auch den Kontroller, der von regulär 10 Euro aktuell nicht unter 50 Euro zu bekommen ist.

Tja, aber wer bin ich denn, dass ich diese „Händler“ verurteile. Warum halte ich nicht meine „Fresse“ oder mach es genau so wie diese? Ja, kann man natürlich machen und ich hoffe, dass alle „echten“ Einzelhändler, die auf diesen Zug am Ende mit aufgesprungen sind, daran ersticken!

Jaja, alles meine persönliche Meinung und trifft sicherlich nicht die breite Masse, die vielleicht selber gerne 100 Euro an der Konsole verdient hätten…

Fazit?
Wie eingangs bereits geschrieben spiele ich sehr gerne und oft mit der kleinen Konsole. Spiele wie Dr. Mario, Contra oder Ghost’n Goblins – da wird wohl jeder seine eigenen Lieblinge haben – habe ich in der Jugend gerne gespielt und spiele ich auch heute nicht weniger. Schnell sind ein bis zwei Stunden um und man wundert sich, wo die Zeit geblieben ist.

Ja, für den Preis von 69,99 Euro lohnt sich ein Kauf, denn qualitativ ist alles so wie es sein soll. Und dennoch wünsche ich mir für die nächste „Generation“ der Mini-Konsolen ein wenig mehr Liebe zum Detail, denn das soll nicht am Gehäuse aufhören. Spiele der Landessprache – sofern verfügbar – angepasst und eine entsprechende verfügbare Menge bei Auslieferung kann doch so schwer nicht sein, oder Nintendo?

Sehe ich das alles zu eng?
Bin auf Eure Meinungen gespannt!

4 Kommentare

  1. 1

    • Kommentar von Stefan Bien
    • 6. Februar 2017, 20:36

    Hallo!

    Ich teile viele Kritikpunkte deines Blogs, allerdings muss man einige Dinge doch ins Verhältnis setzen:

    Die Mini-Konsole ist für Nintendo eher ein Nebenprojekt und man hat sich viel Mühe gegeben die Emulation so originalgetreu wie möglich zu gestalten. Die Farb-Paletten oder Sound-Kanäle sind z.B. viel originalgetreuer als die Emulation auf der Wii oder Wii U es erlauben. Es wurde also für diese kleine Konsole extra noch eine Emulations-Software geschrieben und in diesem Bereich nicht alter Wein in neue Schläuche gefüllt.

    Da 30 Spiele an den Kunden abgegeben werden für 69,99 € und für diesen Preis auch noch die Hardware an den Start gebracht werden muss sind die Kompromisse leider kaum zu vermeiden, auch wenn sie sehr schmerzlich sind. Man muss bedenken, dass die gleichen Spiele in der Virtual Console der aktuellen Handhelds und Konsolen einen vielen höheren Preis aufrufen. Die Drei Mario-Bros-Teile würden mich auf der Wii U gerade z.B. schon einfach mal jeweils 4,99€ kosten. Außerdem sind hier auch Drittentwicklerspiele dabei, da werden dann also noch einmal neue Lizenzen fällig und Anteile der Einnahmen an andere Unternehmen weitergereicht.

    Die Kritik an der Menge ist aus Kundensicht nachvollziehbar, hier wurde man aber einfach auch von der Nachfrage überrollt. Es wurden im Jahr 2016 1,5 Millionen Mini-NES-Konsolen weltweit ausgeliefert und Nintendo möchte das Produkt langfristig vertreiben, um die Nachfrage beim Kunden zu decken. Das aber bei diesem Preis und der gebotenen Softwarebibliothek nicht mehr viel Marge im Preis von 69,99€ drinstecken dürfte ist es dann auch einfach schwierig kurzfristig die Produktion weiter aufzudrehen ohne ein Minus einzufahren. Ich denke, dass man in Kyoto aus der Sache gelernt hat und für ein eventuelles SNES-Mini oder eine weitere Auflage des NES mit anderen Spielen in der Zukunft sicher anders planen wird :)

  2. 2

    Hallo Stefan,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

    „Nebenprodukt“ hin oder her. Die Vorbestellungen war seit Juni 2016 möglich. Nintendo muss also eigentlich sehr früh gewusst haben, wie hoch das Interesse wirklich ist, oder?

    Und es dann ganze drei Monate nach Veröffentlichung nicht zu schaffen, Nachschub in die Regale zu bekommen, ist der eigentliche Kritikpunkt, denn wer wirklich Interesse hatte, überlegt es sich jetzt vielleicht noch einmal, wo der ggf. anfängliche Enthusiasmus vielleicht verflogen ist.

    Natürlich viel Vermutung dabei. Und so sehr ich mich über ein SNES mini und N64 mini auch freue und innerlich auch hoffe, dass sie irgendwann kommen, müsste dafür nicht erst einmal ein Emulator her? Wie Du schon geschrieben hast, hat Nintendo ja mit einem Open Source Projekt diesen erst entwickelt. Für SNES und N64 ist mir da (bisher) nichts bekannt, oder hast Du andere Quellen?

    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt :)

    VG Stefan

  3. 3

    • Kommentar von Stefan Bien
    • 6. Februar 2017, 20:53

    Naja, du kannst ja auf Wii und Wii U Spiele von u.A. SNES, N64 sowie Gameboy und DS spielen. Da muss es also funktionierende Emulatoren geben, sonst wäre das nicht möglich.

  4. 4

    Ok, Wii und Wii U habe ich (noch) nicht, aber auch da stehe ich in „Verhandlungen“.

    Wie gesagt, ich würde mich sehr freuen, wenn da Ende dieses Jahres was kommt und Nintendo wird das Geld sicher auch gerne „mitnehmen“ … hoffe ich :)

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