Mac OS X 10.6 – Grundlagenbuch

Seit einigen Wochen liegt jetzt das Mac OS X 10.6 Grundlagenbuch von Mandl & Schwarz bei mir auf dem Schreibtisch zur Rezension und so wird es Zeit, auch von meiner Seite endlich darüber zu berichten.
Ich hatte mir jedoch von Anfang an vorgenommen nicht einfach nur den Pressetext zu kopieren, sondern wollte dieses umfassender beschreiben. Doch mit jeder Seite die ich gelesen habe, sah ich die Rezension in Größe und Umfang wachsen und es wurde mir klar, dass das alles nicht in eine einzige Rezension passen wird.
Deswegen möchte ich heute mit dem ersten Teil beginnen, in dem ich versuche, einmal auf die wesentlichen Punkte des Buches einzugehen, welche wohl die Mehrheit interessieren dürfte.
Auf Grund meines Jobs habe ich in der Vergangenheit bereits einige Fachbücher wie beispielsweise zum Microsoft SQL Server 2005 lesen müssen. Diese sind – je nach Zielgruppe – in der Regel zwar sehr informativ, jedoch kommt beim Lesen kaum Freude auf, weil der Stoff eher trocken niedergeschrieben wurde.
Das Grundlagenbuch zu Mac OS X 10.6 Snow Leopard ist hier anders und man erkennt, hier sind nicht die Fachidioten die Zielgruppe, sondern der Anwender. Denn machen wir uns nichts vor, ein Großteil der verkauften Macs kommt wohl in privaten Haushalten zum Einsatz, denn in größeren Firmen. Und so “leicht” und “verständlich” Mac OS X bei einem normalen Computeranwender auch ankommen mag (zumindest meistens *g*), wird sich ein normaler Anwender, der keinen IT-Job hat, sich ein Handbuch wünschen, welches verschiedene Funktionen erklärt.
Mandl & Schwarz liefert eben dieses fehlende Handbuch zu einem fairen Preis von 34,80 Euro.
Das Hardcover sowie die Fadenheftung hinterlassen beim Leser bereits nach dem Auspacken einen ersten hochwertigen Eindruck. Ebenfalls erwähnt werden sollte, dass die einzelnen Themen im Buch einem farblichen Code zugeordnet wurden. Dieser verläuft durch das Inhaltsverzeichnis. Hat man eine Stelle gefunden, schaut man sich die Farbe vor dem Abschnitt an und kann dann durch einen Blick auf die Seiten (im oberen Bereich) sofort sehen, an welche Stelle “ungefähr” der Bereich beginnt.
In der Leseprobe ist dies sehr schön zu sehen bzw. nachzuvollziehen. Auf Grund der farblichen Kodierung im oberen Bereich der Seite findet man schnell den richtigen Abschnitt.
Für wen knapp 600 Seiten auf den ersten Blick sehr viel sein mag, muss berücksichtigen, dass es sich um relativ starkes Papier handelt, welche auf vielen Seiten mit zum Teil 2/4 bis 3/4 durch Bilder belegt sind, was das Ganze doch etwas auflockert. Nur das wir uns hier nicht falsch verstehen, ich persönlich finde das gut, denn der Leser braucht den Wiedererkennungseffekt.
Wo der Fachmann in der Regel schon beim Lesen weiss worum es geht, sind gerade diese Bilder für Neueinsteiger meiner Meinung nach sehr wichtig. Diese sorgen eben nicht nur für den Wiedererkennungseffekt, sondern lockern den Inhalt auch auf, so dass man sich als Leser von Seite zu Seite nicht mit Informationen erschlagen fühlt.
Ich hoffe, man versteht, was ich damit sagen wollte :)
Dazu gefällt mir persönlich die einfache Schreibweise, die den Leser bei Laune hält, auch wenn es sich nicht unbedingt um eine Information handelt, die man unbedingt gebraucht hätte.
Abschnitte wie:
Das Ausschalten, wie sollte es anders sein, beendet das Stelldichein zwischen Mensch und Maschine.
oder:
Wenn Sie bis hierher durchgehalten haben, dann haben Sie das Zeug zum Profi :)
oder:
Die Sicherheit wird bei Apple groß geschrieben (in der deutschen Rechtschreibung allerdings auch ;-) ), …
Ok, der war vielleicht nicht sooooo gut …
Diese lockere Schreibweise mag bei weitem nicht für jeden etwas sein, denn wenn ich mir ein Fachbuch nehmen, dann suche ich gezielte Informationen und so wird der ein oder andere Fortgeschrittene mit dieser Art sicherlich Probleme haben.
Den Einsteiger hingegen wird es freuen, eben nicht nur mit Fachwissen zugeschmissen zu werden, sondern “in seiner Sprache” das Wissen vermittelt zu bekommen. Und ganz ehrlich, auch ich mag das und nehme mir das Buch gerade deswegen zur Hand.
Das klingt bisher alles sehr positiv, aber es gibt auch – wie sollte es anders sein – ein wenig Schatten. Denn während Kapitel wie das zum Terminal vorsichtig ausgedrückt eher bescheiden behandelt wurden bzw. inhaltlich einen Nährwert von Null haben …
Wir müssen jedoch gestehen, dass wir mit Unix wenig bis gar nichts am Hut haben …
… wird das Kapitel bzgl. der Dashboard-Widgets auf fast 10 Seiten (!) ausgedehnt und jedes einzelne kleine Widget kurz beschrieben.
Oder bin ich zu sehr “fortgeschritten” um das objektiv zu beurteilen? Wie dem auch sei, ein Buch im Stil wie dieses rund um Unix bzw. das Terminal würde ich ebenfalls sofort kaufen!
Fazit: Auch wenn der Informationsgehalt sicherlich für Einsteiger wie auch Fortgeschrittene geeignet ist, mag sich der ein oder andere Fortgeschrittene vielleicht an eben dieser lockeren Schreibweise stören.
Deswegen empfehle ich jedem vorher einmal einen Blick in die 52 Seiten starke Leseprobe. Wer mit dem Schreibstil keine Probleme hat, erhält einen 600 Seiten starkes Grundlagenbuch, mit dem es Spaß macht, sich mit Mac OS X zu beschäftigen.
Ich denke, ich werde das Buch – nein, ich werde meines behalten *g* – dem ein oder anderen zukünftig zum Geburtstag bzw. Weihnachten schenken.
So, das war der erste Teil. Wie eingangs bereits geschrieben, wollte ich mich hier auf meine Meinung zum Buch selbst beschränken. Ich plane jedoch in der Zukunft in der Tat kleine Tutorials bzw. Screencasts. Mal sehen was ich draus machen kann …
Hinweis: Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Die obige Rezension entspricht jedoch meiner persönlichen Meinung.








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