Camp Fever

Ich bin dabei!
Das könnte ich jetzt euphorisch so in den Raum stellen und auch stehen lassen, doch auch ich möchte noch einige Punkte zum kommenden BarCamp Ruhr 3 schreiben.
Es war vergangenen Dienstag um 13:26 Uhr, als die Teilnehmerlisten geöffnet wurden. 160 Plätze waren jeweils zu vergeben und in sage und schreibe 6 Minuten nach dem Windhundprinzip weg, also ausgebucht!
Das war vermutlich nicht nur ein neuer Rekord, sondern sorgte unter den Interessierten auch für argen Unmut, den ich bedingt nachvollziehen kann.
Aber worum geht es? Nun, das Unperfekthaus in Essen ist zwar groß, aber auch dessen Ressourcen sind begrenzt, so das nur 160 Teilnehmer pro Tag zugelassen sind. Wie bereits erwähnt waren diese 160 Plätze pro Tag in 6 Minuten weg und die Wartelisten sind mittlerweile zum Teil länger, als es reguläre Plätze gab und man damit locker an einem anderen Ort ein zweites Camp abhalten könnte. Und eben deswegen ist der Unmut, dass so viele Leute keinen Platz gefunden haben, nachvollziehbar hoch.
Dazu habe ich in den vergangenen Tagen viele Blogposts und Kommentare gelesen, wie man das – mit zum Teil erheblichen Aufwand – alles besser machen könnte. Und ich denke, da ist das Problem. Die Organisatoren eines solchen BarCamps machen das in ihrer Freizeit. Und als wäre die Organisation und das Drumherum, wie Sponsoren suchen usw. nicht genug, soll jetzt auch noch die ultimative Lösung für die Platzreservierung gefunden werden.
Gut, das aktuelle System ist wohl mit dem “Liegestuhl am Hotelpool per Handtuch vor dem Frühstück reservieren” vergleichbar und das kann ich auf den Tod nicht ausstehen, aber wie soll man es ohne größeren Aufwand besser machen? Ich persönlich hatte mir etwas ausgedacht, was nach einer längeren Diskussion mit einem guten Freund auch mehr Probleme und Aufwand macht, als ich erst dachte. Ausserdem ist mein kleiner Blog wohl nicht dazu geeignet, hier jetzt die ultimative Lösung zu finden.
Auch wenn sich das Windhundprinzip in den letzten Jahren bewährt hat, so werden BarCamps wohl immer bekannter und so steigt auch die Zahl der Leute, die gern an einem solchen Event teilnehmen möchten. Wenn für über 400 Interessenten gerade einmal 160 Plätze frei sind, ist Unmut vorprogrammiert, wenn diese vergeben sind und mehr als 160 Leute auf einer Warteliste landen in der Hoffnung, dass andere noch abspringen bzw. Leute, die sich angemeldet haben und nicht kommen können, den Platz auch wieder freigeben, was wohl gerade beim DesignCamp in Köln ein Problem gewesen sein muss.
Ich persönlich habe zwar nicht die ultimative Lösung, will aber mal die Frage in den Raum stellen, ob hier kurzfristig wirklich etwas geändert werden muss?
Klar, die Kritik sollte man nicht einfach verhallen lassen, denn das Interesse an BarCamps scheint mit steigender Popularität immer größer zu werden. Und wenn die Platzreservierung in den letzten Jahren so auch immer in Ordnung war, muss man auch hier an die Zukunft denken und prüfen, wie man das System vielleicht für die nächsten Jahre optimieren kann.
Das BarCamp Ruhr 3 ist für mich persönlich das dritte BarCamp, an dem ich teilnehme “darf”, bin also selber auch noch neu in der Szene. Um so mehr freue ich mich, an beiden Tagen einen Platz gefunden zu haben und es tut mir wirklich leid für alle, die eben keinen bekommen haben. Doch wo Platz nun einmal begrenzt ist, wird man nie alle glücklich machen können … oder?








Ich hab mir zu diesem Thema auch schonmal gedanken gemacht und bin leider auf keine einfache und gleichzeitig faire Lösung gekommen.
Mein erster Gedanke war allen Teilnehmern einen Rank zu verpassen. Je höher dieser Rank, desto eher wird man bei einem Barcamp angenommen.
Woraus soll sich dieser Index zusammensetzen?
1.) Wie viele Barcamps, auf denen man sich angemeldet hat besucht man wirklich? (Abmeldungen werden natürlich berücksichtigt)
2.) Wie viele Sessions hat man im Verhältnis zu seinen Barcampbesuchen gehalten?
3.) Wie oft hilft man beim Aufbauen / am Empfang / beim Abbauen
Daraus ergibt sich natürlich das Problem, dass Leute, die zum ersten mal auf einem Barcamp sind noch gar keinen Rank haben.
Das heißt, es müsst ein paar Plätze immer für Barcampneulinge geben.
Ich glaube, das würde trotzdem noch nicht ganz fair sein. Mal abgesehen von der technischen Realisierung…
MfG, der Dac…
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Puuuuh, wie will man das umsetzen? Dann müsste man ja so etwas wie “Checkpoints” einführen, wo sich die Teilnehmer nach verschiedenen Abschnitten melden müssten und das nachträglich bei mixxt einpflegen.
Ich denke nicht, dass das während eines BarCamps “gecheckt” werden kann. Das Problem muss im Grunde früher ansetzen und darf mit den BarCamps selber IMO nichts zu tun haben.
Meine Idee zum Beispiel war es, die Vergabe der Plätze in vier Staffeln (4×40) zu verschiedenen Uhrzeiten (8, 12, 16, 20) zu machen (nicht wirklich neu) und danach eine Anmeldegebühr in Höhe von 25 Euro zu erheben. So würden die “eventuell Handtuchreservierer” abgeschreckt und nur die, die wirklich wollen, würden vorab reservieren.
ABER: Was macht man mit den 25 Euro?
Frage: Warum 25 Euro? Nun, 10 Euro würde kaum einem weh tun und das Problem vermutlich nicht lösen. Da das Geld auf einem Konto geparkt werden muss, kommen Zinsen drauf. Was passiert mit den Zinsen? Dem Organisierer geben oder der Wohltätigkeit spenden?
Und dann? Nun, hier hatte ich verschiedene Ideen:
1. Alle Teilnehmer, die sich am Check-In melden (wird ja eh registriert) bekommen 20 Euro nach dem Event zurücküberwiesen oder haben die Möglichkeit mit anzugeben, den Betrag zu spenden (Wohltätigkeit).
2. Alle Teilnehmer, die sich am Check-In melden, bekommen den kompletten Betrag erstattet.
3. Alle Teilnehmer, die sich am Check-In melden, bekommen ein T-Shirt zum Camp und den Restbetrag zurück. Aber auch das will vermutlich nicht jeder.
Das Problem: Die Verwaltung! Und was machen mit dem Geld welches über bleibt? Macht man das selber oder lässt man das einen Fremdanbieter handeln?
Sollen nur die zahlen, die auf der Teilnehmerliste sind, oder auch die, die auf den Wartelisten stehen? Die müssten das Geld ja auf jeden Fall zurückbekommen, wenn diese nicht teilnehmen können. Zahlen die aber nicht, wäre es unfair den anderen gegenüber, oder?
Wie gesagt, eine Lösung auf die schnelle gibt es nicht, aber Gedanken muss man sich für die Zukunft IMO machen …
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Diese Teilnahmeformalismen und Bedingungen hören sich irgendwie sehr kompliziert und verkrampft an. Lohnt sich denn eine Teilnahme so sehr? Welchen Nutzen ziehst du daraus?
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Die Verlauf dieser Diskussion (in der Gesamtheit der Blogartikel und Kommentare) ist in meinen Augen etwas unglücklich. Denn da werden vielfach zwei Probleme vermischt: Das NoShow-Problem und der “faire” Zugang für alle zu einem BarCamp.
Und die Vermischung der beiden Probleme führt nur dazu, ein weiteres Kriterium (neben der Klickgeschwindigkeit) einzuführen, nach dem Menschen teilnehmen dürfen. Denn selbst wenn die, die mindestens einmal “unentschuldigt” ferngeblieben sind, nicht auf die Liste dürften, wären beim BarCampRuhr3 statt 320 Interessenten vielleicht 250 Interessenten übrig geblieben – immer noch 90 Personen mehr als Plätze vorhanden sind.
Das NoShow-Problem tritt in aller Regel ansatzweise kalkulierbar auf (außer eben in Köln), d.h. man kann meistens problemlos “überbuchen”. Und ich kann nur nochmals sagen: Wer sich ein BarCamp entgehen läßt, bestraft sich ohnehin schon am meisten selbst.
Ansonsten scheint mir das Windhund-Prinzip insgesamt weiterhin “brauchbar” zu sein – vielleicht mittelbar ergänzt um eine mehrstufige Variante (wie z.B. beim BarCampLondon, wo zu bestimmten Zeiten jeweils X Plätze freigegeben werden) – am Kernprinzip würde das aber eben nichts ändern.
Und nun zum guten Schluß: Viel Spaß beim BarCampRuhr3 ;-)
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@Ad: Aktuell ist da gar nichts kompliziert oder verkrampft, sondern absolut easy going. Und ja, eine Teilnahme an einem BarCamp lohnt sich auf jeden Fall!
Den Nutzen den ich daraus ziehe, kann ich einfach beantworten: Man verbringt zwei Tage mit verschiedenen Leuten, einige, die man sonst nur aus dem Internet kennt, lernt man dort persönlich kennen oder trifft sich wieder und kann Gedanken zu zuvor festgelegten Themen austauschen.
Solltest Du dir auf jeden Fall einmal ansehen!
@Stefan Evertz: Ich denke auch, dass die Diskussion gar nicht so hoch gekocht wäre, wenn das Problem in Köln zuvor nicht gewesen und das Interesse am BarCamp Ruhr 3 so hoch wäre.
Wie dem auch sei, freu mich auf den Spaß :)
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[...] kürzlich bereits angesprochen, bin ich am Wochenende wieder auf Tour Richtung Essen zum BarCamp Ruhr [...]