How to: Vom DVB-S Audio-Stream zur CD …
Es gibt Events, da investiere ich in die Post-Produktion gerne etwas Zeit. Symphonic Shades war einer dieser Events.
Und weil ich auf die CD nicht warten wollte, habe ich mir persönlich selber eine erstellt! Wie ich das gemacht habe, welche Programme ich verwendet habe und welche Schritte nötig waren, möchte ich hier einmal beschreiben.
Die Sendung lief im WDR4 (ein Sender, den ich normalerweise nicht höre!), wurde digital (DVB-S) auf einen Satelliten-Festplattenreceiver (Affiliate Link) aufgezeichnet und im Anschluss auf eine externe Festplatte exportiert. Das Ergebnis war eine AUD-Datei.
Diese AUD-Datei musste jetzt ohne Qualitätsverlust konvertiert werden. Also ProjectX (Freeware) gestartet und die AUD-Datei demuxed. Die Arbeitsschritte sind im Grunde nicht anders, wie als wenn man einen Film demuxed würde. Das Ergebnis ist eine M1A-Datei.
M1A steht für MPEG1-Audio. Das Problem: Mit dieser Datei (2 Stunden am Stück) kann man noch nicht sonderlich viel machen. Ich wollte eine CD haben, also weiter. Da mich interessiert hat, in welcher Qualität der Audio-Stream gesendet wurde, habe ich die M1A-Datei mit VLC geöffnet und mir dort die Eigenschaften (”Fenster > Information”) angesehen. Hier war zu sehen, dass das Konzert mit knapp über 300 kbps gesendet wurde.
Um die Datei jetzt weiter verlustfrei bearbeiten zu können, musste die M1A-Datei nach AIFF konvertiert werden. Dazu habe ich das Programm “MPEG-Streamclip” (Freeware) und die Funktion “Export Audio …” verwendet. Die daraus entstandene AIFF-Datei (noch immer 2 Stunden am Stück) kann jetzt endlich mit einem Audio-Programm geschnitten werden.
Weil die Frage sicherlich kommen wird: Warum habe ich nicht direkt MPEG-Streamclip zur Konvertierung verwendet? Weil MPEG-Streamclip die AUD-Datei (aus welchem Grund auch immer) nicht lesen konnte. Und ProjectX kann auch sehr gut mit defekten Streams umgehen. Deswegen der kleine Umweg.
Um die AIFF-Datei jetzt entsprechend zu bearbeiten, habe ich Sound Studio 3 verwendet. Das Programm war vor gut einem Jahr mal bei einer mupromo-Aktion (Bundle) dabei. Also die AIFF-Datei geöffnet, nach belieben die Audiospur schneiden und an den entsprechenden Stellen Marken setzen. Die Marken am besten gleich korrekt betiteln, denn daraus werden später die Dateinamen. Hat man das alles gemacht, hat Sound Studio 3 eine geniale Funktion. Unter dem Menüpunkt “Edit” gibt es die Option “Split by Markers …”. Im darauf folgenden Dialog wird man dann gefragt, in welchem Format und welcher Bitrate (zwischen 64 und 300 kBit/s) man die Musik speichern möchte. Hat man seine Auswahl getroffen legt Sound Studio 3 auch gleich los. Alle einzelnen Marken werden als Datei auf die Festplatte exportiert und nur zwei Klicks später hat man dann alles in iTunes.
Jetzt noch schnell ein Cover gesucht, in iTunes den Dateien zugeordnet und fertig ist eigene “Symphonic Shades CD”, nur 4 Stunden nach der Live-Übertragung im Radio. Ist im Grunde also gar nicht so schwer. Jetzt wo ich weiß wie es geht, werd ich es in der Zukunft sicherlich mal wiederholen …
Die offizielle Konzert-CD kann bei MAZ Sound Tools vorbestellt werden. Ich vermute mal, dass diese über kurz oder lang auch bei iTunes geladen werden kann.
Wichtiger Nachtrag: Es tut mir leid, aber Anfragen zum Mittschnitt des Konzertes kann und werde ich nicht beantworten. Also fragt bitte erst gar nicht.








[...] nach diesem Konzert eine CD folgen würde war ja von Anfang an klar (mein persönliches Exemplar war noch in der selben Nacht [...]
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[...] hatten live dabei zu sein und auch den Radio-Stream nicht aufzeichnen konnten (um sich daraus eine CD zu basteln), all diese bekommen in der Nacht vom 22. auf den 23. Januar um 24 Uhr eine neue Chance sich das [...]
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[...] Konvertierung und Editierung von DVB-S zur CD [...]