Finder – Innovation, auf die man verzichten kann
Heute hatte ich mal wieder ein Erlebnis der unschönen Art, welches wunderbar in die Ecke “MacMacken” passt, aber der Reihe nach.
Es war ca. 16:00 Uhr, als ich meiner Frau auf ihrem MacBook Pro noch schnell die aktuelle Version von GarageSale 4.0 installieren wollte. Ich habe das Diskimage gemountet und versucht GarageSale in den Applikation-Ordner zu ziehen. Dabei meinte das System, ich hätte trotz Verifizierung als Admin dazu nicht die Rechte. Ich hab die Info bestätigt und dann ging die Finderparty erst richtig ab …
Ich konnte ab diesem Zeitpunkt quasi nichts mehr machen, weil der Finder sich jede Sekunde automatisch neu gestartet hat. Also die Laufwerke erschienen und waren im nächsten Augenblick auch schon wieder weg. Es war unmöglich etwas mit dem System zu machen. Also einmal hart ausgeschaltet und neu gebootet.
Zum Glück hatte ich meinen Admin-Account noch, der auch einwandfrei lief. So bald ich jedoch den Account meiner Frau öffnen wollte, ging die Party von vorne los, also der Finder startete jede Sekunde einmal neu und das Dock ebenfalls.
Also was tun?
Google lieferte zwar viele Beiträge in verschiedenen Foren mit dem gleichen Problem, aber keine Lösungen. Die meisten User haben das System neu aufgesetzt, was in meinen Augen nicht die Lösung sein konnte.
Mir kam die Idee, einfach die PLIST-Datei des Finders zu löschen. Über den betroffenen User-Account kam ich aber nicht heran. Also schnell den Admin-Account gebootet, nur der hatte leider kein Recht in die Library des Users zu schauen.
Ok, ich habe Christoph von meinem MacBook angeschrieben, der dann per Screensharing (übrigens sehr geiles Feature!) und Terminal versucht hat mir zu helfen. Er kam aber leider auch nicht weiter, brachte mich aber auf die Idee, es einmal mit dem User “root” zu probieren (dazu auch hier noch einmal Danke Christoph!).
Nach kurzer Suche war auch das richtige Supportdokument bei Apple gefunden. Also als Admin angemeldet, den User “root” aktiviert, neu angemeldet als “root” und die Datei “com.apple.finder.plist” (zu finden im Ordner Preferences in der Library des Users) gesucht und gelöscht.
Nachdem ich diese Datei gelöscht, mich als “root” wieder abgemeldet, im Admin-Account den “root”-User wieder deaktiviert hatte, habe ich dann den Test gewagt und wieder den User-Account meiner Frau gestartet … und lief!
Also mir ist ein Stein vom Herzen gefallen! Die ganze Aktion (vom ersten Problem bis zur Lösung) hat ziemlich genau zwei Stunden gedauert. Ich frage mich noch immer, wie der Finder sich derart wegschmeißen konnte. In den 2,5 Jahren, die ich jetzt Macs benutze, war dies der erste wirklich krasse Zwischenfall.
Dennoch ist das nicht “innovativ”. Meiner Meinung nach muss es für solche Probleme eine benutzerfreundliche Lösung seitens des Betriebssystems geben. Man kann nicht erwarten, dass jeder Benutzer sich mit solchen Mitteln und Wegen auskennt.
Ich kann auf derartige Probleme in der Zukunft gern verzichten, hoffe aber, der Beitrag hilft vielleicht einmal einem anderen Suchenden …








Ouh, das klingt wirklich unangehm. Hab ich ehrlich auch noch nie gehabt, dafür aber ab und zu schon von gehört. Krass. Ich bilde mir aber ein, dass ich noch von einer anderen Lösung mal gelesen hab, aber frag mich nicht wo oder wie.
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Es ist natürlich sehr unangenehmen, dass du mit solchen Problemen zu kämpfen hattest. Man muss aber auch betrachten, dass dies eher ein Einzelfall ist und nicht bei dem Großteil auftritt. Solche Probleme sind während der Softwareentwicklung leider schwer zu erkennen und hervorzusehen. Ich denke, dass man in solchen Fällen einfach ein wenig toleranter gegenüber der Software und ihrem Hersteller sein sollte.
Probleme möchte keiner, nicht einmal der Hersteller.
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@Rafael: Grundsätzlich stimme ich dir zu. Der Beitrag sollte ja auch kein reiner Flame gegen Apple bzw. Mac OS X werden, denn dann hätte ich mir die Beschreibung der Lösung gespart. In erster Linie hoffe ich damit zukünftig ggf. Anwendern helfen zu können, die ähnliche Probleme haben und vielleicht über eine Suchmaschine bei diesem Artikel landen.
OK, der Frust hat in dem Augenblick vielleicht mitgeschrieben, aber dafür bin ich doch recht “neutral” geblieben (von der Bild-Überschrift einmal abgesehen), oder?
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Klar :)
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[...] unter Mac OS Ⅹ 10.5 Probleme mit einem sich immer wieder neustartenden Finder hat, sollte mal hier vorbeischauen. Das könnte [...]
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Habe mal verlinkt, dass die Lösung verbreitet wird…
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gut das ihr das problem im griff bekommen habt!!
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ich hatte einen noch netteren vorfall…
ich bin bei uns im haus für computersachen verantwortlich…
vor etwa 3 tagen wollte ich dann auf dem macbook meiner mutter auf eyetv 3 updaten… also ziehe ich das programm von diskimage in den programme ordner…. er will das passwort, aller klar, aber dann nach dem nächsten neustrt blieb der rechner noch vor dem login screen hängen. ich hatte leider noch kein backup von dem neuen rechner, und meine mutter hatte für die arbeit eine wichtige presentation gemacht, an der sie mindestens 10 tage gearbeitet hatte…
aber ich hatte keinen zugriff auf die platte…
ich leg meine leopard dvd ein, und als ich mit dem festplatten- dienstprogramm von der dvd die platte scanne, sehe ich dass alles in ordnung ist… aber warum bootet er dann nicht???
ich entscheide mich auf einer 2ten partition ein leopard zu insallieren….
nach dem ersten booten checke ich mal die rechte der andeen platte, und siehe da, obwohl ich oder meine mutter die rechte nicht angerührt haben, hatte niemand zugriffsrecht…
nachdem ich das geändert hatte, bootete das alte system einwandfrei, und ich konnte die neue installation löschen….
toll apple, danke für die arbeit